Worauf kommt es an?

In unserem Team finden sich fast nur Energiespeicher-Fans. Das ist wenig überraschend, denn wer bei Silithium arbeitet, ist meist auch Überzeugungstäter. Aber lohnt ein Speicher wirklich für jedes Eigenheim? Die Antwort auf diese Frage hängt ganz von deinen Erwartungen und Ansprüchen ab.

 Aus Sicht rein renditeorientierter Solaranlagen-Interessentinnen und Interessenten ist ein Speicher (zumindest bei den heutigen Preisen) nicht sinnvoll. Er ist allerdings für all diejenigen unverzichtbar, die auf Autarkie setzen und zudem einen möglichst hohen Anteil des selbst erzeugten Solarstroms auch vor Ort verbrauchen möchten. Warum das so ist, fassen wir in diesem Blogbeitrag zusammen.

Finanzierung verlängert Amortisationszeiten

Mit einem Speicher senkst du die Stromkosten, da du den größten Teil deines selbst erzeugten Stroms vor Ort verbrauchst. Der eigene Strom ist dabei deutlich kostengünstiger als eingekaufter, so dass du mit jeder Kilowattstunde sparst. Diese Ersparnis wird zwar gemindert, da du für deinen selbst genutzten Solarstrom auf die staatliche Einspeisevergütung verzichten musst, der Eigenverbrauch lohnt sich aber auch dann.

Allerdings musst du den Speicher auch finanzieren. Und wenn man – bei realistischen Rahmenbedingungen – die Ersparnisse der notwendigen Investition gegenüberstellt, refinanzieren sich heutige Speicher erst nach rund 20 Jahren.

Echte Autarkie nur mit Speicher

Wenn du dagegen nicht nur auf Rendite Wert legst, sondern möglichst autark und nachhaltig leben möchtest, geht das nur mit einem Speicher. Der Grund: Ohne Speicher ist nur eine begrenzte Autarkie möglich, da Photovoltaikanlagen den meisten Strom um die Mittagszeit erzeugen, wenn der Verbrauch im eigenen Haus vergleichsweise niedrig ist. Der größte Teil des selbst erzeugten Stroms muss dann in das öffentliche Netz eingespeist werden. Aus diesem Grund schaffen es Eigenheime ohne Speicher meist nicht, mehr als 30 Prozent ihres Strombedarfs mit der eigenen PV-Anlage zu decken.

Mit Speicher kann der überschüssige Strom hingegen zwischengespeichert und die Autarkie im Prinzip auf bis zu 100 Prozent gesteigert werden – wie etwa in Berghütten ohne Stromanschluss. Herkömmliche Eigenheime mit gut ausgelegter Solaranlage samt Speicher kommen auf Autarkiegrade von bis zu 80 Prozent. Dazu kommen weitere Vorteile wie etwa eine höhere Versorgungssicherheit bei Stromausfällen – der Speicher überbrückt diese und lässt das Licht in deinem Haus auch dann scheinen, wenn es woanders bereits dunkel ist.