Für uns ganz normal

Die letzten Monate waren für Deutschland eine Art Schocktherapie in Punkto dezentrales Arbeiten und Digitalisierung. Auch in meinem persönlichen Umfeld konnte ich beobachten, wie schnell sich der Arbeitsalltag vieler Menschen verändert hat. Vieles, was vorher misstrauisch beäugt wurde, bestimmte plötzlich den Alltag – Webkonferenzen, Daten in der Cloud und Arbeiten im Homeoffice.

Und während die Stimmung in vielen Unternehmen durch die erzwungenen Änderungen arg strapaziert wurde, machten wir bei Silithium einfach weiter wie zuvor. Und erlebten eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte. Natürlich hat das nicht nur mit der Leistung unseres Teams zu tun, sondern auch mit dem Glück, in einer Branche zu arbeiten, deren Technologie im Trend liegt. Aber es ist eben auch ein Ergebnis der Firmenstruktur von Silithium und unserer Arbeitsweise. Was ist damit konkret gemeint?

Dezentrales Arbeiten passt zur dezentralen Energie 

Erneuerbare Energie ist meist dezentrale Energie – statt weniger, riesiger Kraftwerke, erzeugen viele kleinere Anlagen Strom und Wärme, eine Ausnahme bilden da lediglich die großen Offshore-Windfarmen.

Das bedeutet für ein Unternehmen wie unseres, das den direkten Kontakt zu seinen Kunden sucht und auch vor Ort installiert, dass wir an vielen Orten aktiv sein müssen. Deswegen habe ich Silithium von vornherein so organisiert, dass lediglich unser Lager zentralisiert ist. Die Mitarbeiter beginnen und beenden ihren Arbeitstag meist dort, wo sie auch leben. Ganz nebenbei sind wir dadurch näher bei unseren Kunden und auch flexibler, weil wir kein großes Geschäftsgebäude unterhalten müssen.

Erleichtert wird das Ganze durch unsere Unternehmenssoftware, mit deren Hilfe wir unsere Prozesse managen und überwachen können. Und genau diese Kombination aus Organisationsform und IT zahlt sich in der Corona-Krise aus: wir mussten kaum neue Systeme anschaffen, strukturelle Änderungen vornehmen oder die Ablauforganisation anpassen.

 

Regionales Handwerk und ein Quäntchen Glück

Dass wir für die Installation und Wartung unserer Solaranlagen und Speicher mit regionalen Handwerkern zusammenarbeiten, zahlt sich immer wieder aus. Einerseits kennen unsere Kolleginnen und Kollegen die regionalen Gegebenheiten am besten. Andererseits konnten sie gerade in den vergangenen Monaten auch dann Aufträge ausführen, wenn andere Installateure aufgrund von Reisebeschränkungen gehandicapt waren.

Und ein weiterer glücklicher „Zufall“ spielte uns im letzten Jahr ebenfalls in die Hände: Ich entschied mich, frühzeitig ein größeres Lager aufzubauen, um unsere Kunden schnell beliefern zu können. Zu dem Zeitpunkt war Covid 19 allenfalls ein Randthema in den Medien. Als dann aber Reisebeschränkungen griffen und Werke schließen mussten, gehörte Silithium zu den wenigen wirklich lieferfähigen Unternehmen in unserer Region. So konnten wir weitermachen, während andere Anbieter in die Zwangspause gingen.