Worauf achten beim Energiespeicher Kauf?

Beim Kauf eines Energiespeichers gibt es eine Reihe von Anforderungen, die du beachten solltest. Im Netz gibt es dazu verschiedene unabhängige Ratgeber-Seiten. Ich empfehle zum Beispiel die Energiespeicher Infoseite der Verbraucherzentrale NRW.

In meiner eigenen Praxis rund um die Beratung zu Energiespeichern und ihre Installation tauchen aber immer wieder vier Themenfelder auf, zu denen Interessentinnen und Interessenten Fragen haben. Um diese Themen soll sich dieser Blogbeitrag drehen.

Sichere Zellchemie

Lithium-Ionen-Akkus, wie sie auch im Energiespeicher eingesetzt werden, sind prinzipiell eine weltweit verwendete und sichere Technologie. Dennoch birgt die Lithium-Ionen-Technik gewisse Risiken.

Bei einer Überladung, zu hohen Temperaturen oder einem Kurzschluss kann es zum sogenannten „Thermal Runaway“ im Energiespeicher kommen. Dabei entsteht zunächst eine Reaktion in der Batterie, bei der viel Energie frei wird. Diese Energie entzündet den Elektrolyten und führt zusätzlich zur Entstehung von Sauerstoff. Es bilden sich sich selbst verstärkende Reaktionen, die zum Brand und auch zur Explosion im Energiespeicher führen können. Das Prüfunternehmen DPS beschreibt in einem Beitrag, wie es zum Thermal Runaway kommt. Der Artikel behandelt zwar vor allem mobile Akkus, die Ursachenbeschreibung passt aber auch für stationäre Energiespeicher.

Moderne Lithium-Ionen Energiespeicher verfügen über zuverlässige mechanische und elektronische Sicherungen, die den Thermal Runaway verhindern sollen. Dass diese Sicherungen sehr gut funktionieren zeigen schon die seltenen Unfälle trotz millionenfachen Einsatzes der Geräte.

Wenn du aber noch einen Schritt weiter gehen möchtest, kannst du beim Kauf eines Speichers auf eine Zellchemie setzen, die Brände und Explosionen von sich aus verhindert. Deswegen bieten wir bei Silithium Energiespeicher mit Lithium-Eisenphosphat Batteriezellen an, auch bekannt als LFP oder LiFePO4. In Tests wie beispielsweise dem sogenannten „Nageltest“, bei dem ein Akku bewusst mechanisch beschädigt wird, treten bei Geräten mit dieser Technologie keine Brände oder Explosionen auf. Mehr Informationen dazu gibt es zum Beispiel in einer Studie, die auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt hat: „Kompendium Li-Ionen-Batterien“.

Dreiphasiger Notstrom-Betrieb

Die meisten meiner Kundinnen und Kunden möchten wirklich alle Vorteile eines Energiespeichers nutzen, wenn sie schon in so ein Gerät investieren. Und ein ganz entscheidender Vorteil ist seine Fähigkeit, das gesamte Haus auch bei einem Stromausfall weiter zu versorgen.

Dafür muss der Energiespeicher in der Lage sein, das Haus im sogenannten Inselbetrieb mit Strom zu beliefern (mehr dazu in meinem Beitrag zu „Solar-Inselanlagen in unseren Breiten“) und dreiphasig arbeiten. Denn nur so kann er wirklich alle Geräte im Haus am Laufen halten. Energiespeicher, die keinen dreiphasigen Notstrombetrieb erlauben, sind dazu nicht in der Lage.

Hohe Lade- und Entladeleistung 

Solaranlagen erzeugen den meisten Strom rund um die Mittagszeit. Diese hohe Leistung solltest du auch optimal nutzen können, um den Energiespeicher möglichst schnell zu laden. Dadurch kannst du auch abends oder in der Nacht auf eine vollgeladene Batterie zurückzugreifen, selbst wenn du im Tagesverlauf bereits Strom im Haus verbrauchst. Bei einer durchschnittliche Solaranlage mit einer Leistung von 5 Kilowatt oder mehr sollte auch der Speicher in der Lage sein, diese Leistung aufzunehmen.

Die hohe Entladeleistung, die meist mit der hohen Ladeleistung einher geht, sorgt dagegen dafür, dass auch leistungsstarke Verbraucher oder die eigene Wallbox vom Energiespeicher versorgt werden können.

Viele Geräte am Markt liefern allerdings Lade- und Entladeleistungen von unter 5 Kilowatt. Diese Geräte funktionieren ebenso, gerade bei größeren Solaranlagen nutzen sie allerdings nicht das volle Potenzial der Energiespeicher-Technologie. Deswegen solltest du beim Speicherkauf nach der Lade- und Entladeleistung fragen.