Die Preise für Solarenergie sinken, die Strompreise an den Großhandelsbörsen steigen, in den vergangenen Monaten sogar rasant. Allein zwischen März 2020 und Juli 2021 haben sie sich verdoppelt. Bisher ist die Industrie am stärksten betroffen, aber die Uhr tickt auch für Verbraucher.

 

Verschiedene Gründe für Preissteigerungen

Für die Preissteigerungen an den Strombörsen ist ein Ursachenmix verantwortlich: Einerseits sind die CO2-Zertifikate teurer geworden, die Eigentümer konventioneller Kraftwerke benötigen, um ihre Anlagen laufen zu lassen. Das gilt für Gas- und Steinkohlekraftwerke und ganz besonders für Braunkohlekraftwerke, die am meisten Kohlendioxid pro Kilowattstunde Strom ausstoßen.

Die steigenden Gaspreise tun ein Übriges: sie schlagen besonders bei Gaskraftwerken durch, die in Deutschland rund 12 Prozent des Stroms erzeugen. Zwischen Jahresanfang und September 2021 waren die Gaspreise um das Dreifache gestiegen. Dazu kommt die Erholung der Wirtschaft nach den coronabedingten Lockdowns, die zu einer Erhöhung der Energienachfrage geführt hat.

Viele Unternehmen sehen sich durch die hohen Preise bedroht, mittlerweile schlagen diese auch auf einige Produktionsbereiche durch, wie zum Beispiel auf die Herstellung von Ammoniak. Das hat wiederum Folgen für die Düngerproduktion.

Gleichzeitig haben Industrie und Gewerbe durch die Preissteigerungen mehr Interesse an der Solarenergie. Das dürfte mittelfristig für mehr Anlagen sorgen. Gerade Unternehmen, die während der Tageszeiten viel Strom verbrauchen, zu den Solarenergie besonders viel Strom liefert, können davon profitieren.

 

Was erwartet Verbraucher und wie kann Solarenergie helfen?

Wann und wie stark sich die hohen Großhandelspreise sich bei Verbrauchern bemerkbar machen, bleibt abzuwarten. Erste Versorger haben ihre Preise aber bereits erhöht und dieser Trend dürfte sich fortsetzen, das erwarten mittlerweile auch Marktkenner.

Wer privat Solarenergie erzeugt und so einen Teil seines Stromverbrauchs selbst decken kann, muss sich vor den anstehenden Preissteigerungen kaum fürchten. Besonders Eigentümerinnen und Eigentümer von Solaranlagen mit Speichern sind wesentlich weniger betroffen als herkömmliche Stromverbraucher: sie können bis zu 80 Prozent ihres Stroms mit Hilfe der Solarenergie selbst erzeugen und das klimafreundlich und zum konstanten Preis. Und der liegt bei modernen Anlagen bereits heute deutlich unter den normalen Stromtarifen der Energieversorger. Je weiter die Strompreise steigen, desto mehr rechnet sich deswegen die eigene Solarenergie vom eigenen Dach.

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